3:0 Sieg in Tecklenburg
So wird Fußball gespielt. Auf dem kahlen Berg überzeugten wir mit richtig gutem Fußball. Zunächst konnten wir auf einen großen Kader zurückgreifen. Wir brauchten erst ein wenig, um uns an den weichen Kunstrasen zu gewöhnen, der nicht mehr gut in Schuss ist. Der Gastgeber konnte sich in den ersten 10 Minuten in zwei Szenen gut in Position bringen. Das war es aber dann auch. Ab der 10. Minute kontrollierten wir den Ball und Gegner. Wir sicherten und in der ersten Halbzeit ca 75% Ballbesitz und ließen Ball und Gegner gut laufen. Tecklenburg stand mit 5er-Kette tief und so hatten wir im Mittelfeld viel Raum, den wir auch gut nutzten. Jeder bot sich an und keiner versteckte sich. Wir hatten immer Anspielstationen. Rouven Hädrich wurde vom Gastgeber immer wieder allein gelassen und er bot immer wieder die öffnende Anspielstation. Im letzten Viertel wurde es natürlich eng. Wenn Tecklenburg 2 den Ball eroberte, machten wir die Räume eng und verschoben so, dass es kaum Anspielstationen für sie gab. Auf Kommando gingen wir drauf und sicherten uns das Spielgerät. Vor allem die direkten Pässe kamen an. Es wurde nicht lange gefackelt, sondern der Ball lief. Nach einer Balleroberung auf der linken Seite flankte Ludwig Schmiemann in die Zentrale. Dort nahm Joszéf Till den Ball mit dem Rücken zum Tor mit der Brust an, schirmte den Ball gegen 2 Verteidiger ab, drehte sich um die Angreifer und schoss das Leder in den Giebel. Eine tolle Einzelleistung. Die Balleroberung an der Außenbahn war aber der Ausgangspunkt. Bis zur Pause waren wir absolut spielbestimmend und ließen Tecklenburg zu keiner Minute in die Partie kommen. Zu Angriffen kam der Gastgeber nicht. Wenn lang geschlagene Bälle in den DSC Raum flogen, kontrollierten unsere Verteidiger den Ball und hielten ihm im Spiel. Einfach weg geschlagen wurde kein Ball. Auch nicht in Bedrängnis. Offensiv war es nicht ganz einfach, die passende Lücke zu finden. Wir hatten aber Geduld und versuchten es nicht mit der Brechstange. Halbchancen von Marcel Diekmann und Florian Rahe aus der Distanz waren nicht zwingend genug. Nach der Pause änderte sich wenig am Spiel. Tecklenburg wollte bissiger in die Zweikämpfe gehen, das war deutlich zu sehen, aber wir umgingen unnötige Zweikämpfe, indem wir den Ball laufen ließen. Mit dem 2:0 brachte Joszéf Till uns auf die Siegerstraße. Wir setzten uns mit Tempo über links durch und Florian Rahe schoss scharf aufs Tor. Der Keeper klatschte den Ball ab und Joszéf kam ran. Sein erster Schuss wurde an den Pfosten abgelenkt, er setzte nach und drosch das Leder in die Maschen. Ab der Minute versuchte der Gastgeber vermehrt mit langen Bällen unsere Abwehr zu überwinden, aber auch so kam Tecklenburg nicht zu Chancen. Unsere Defensive ließ nichts zu. Der Spielfluss auf unserer Seite ging ein wenig abhanden. Nun kam von uns auch der ein oder andere lange Ball. Zweimal rutschte der Ball durch, aber unsere Angreifer wurden zurückgepfiffen. Für das beinahe 3:0 sorgte erneut Joszéf Till, der ein grandioses Spiel zeigte. Ein verunglückter Pass im Aufbau der Gastgeber wurde von Joszéf abgefangen und er sah, dass der Torwart weit vor seinem Kasten war. Er chippte den Ball aufs Tor und der Keeper lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an die Latte. Der Torwart rettete seine Farben auch nach einem Schuss von Florian Rahe, der sich über links Außen durchsetzte und aus kurzer Distanz abzog. Nach einem Eckball war wieder die Latte im Weg bei einem Schuss von Gabriel Stallmeier. Es sollte nicht der letzte Alutreffer sein. Das hochverdiente 3:0 fiel dann nach einem Angriff über 3 Stationen und einer Flanke auf Christopher Vorbrink, der kurz zuvor in die Partie kam und wieder das machte, was er so gut kann. Richtig stehen. Per Kopf besorgte er das 3:0. Die Tecklenburger waren defensiv nicht mehr geordnet und verloren bereits im Aufbau oft den Ball. Nach einer starken Balleroberung von Benedikt Bußmann griffen wir über rechts an. Christian Nieweg wurde bedient und traf mit seinem ersten Ballkontakt den Innenpfosten. Das war dann die letzte Chance für uns in diesem Spiel. Die letzte Chance generell hatte dann doch der Gastgeber, der einmal mit einem langen Ball durch kam. Der Angreifer verzog aber.
Es hat richtig Spaß gemacht, zuzusehen. Es war eine starke spielerische Leistung. Alle haben konzentriert gespielt und keiner hat seine eigene Linie gefahren. Alle haben zusammen an einem Strang gezogen. Abstände passten und keiner hat seine Aufgabe vernachlässigt. Die Körperspannung war hoch und alle haben sich voll konzentriert und diszipliniert Ihre Positionen gehalten. Das Resultat haben wir gesehen. Keine unnötigen Konter des Gegners. Kaum unnütze Ballverluste durch lang geschlagene Bälle. Wir haben den Gegner laufen lassen. Wir waren geduldig in der Offensive und haben bei Ballverlust direkt nachgesetzt. Und weil jeder sich angeboten hat und den Ball auch haben wollte, hatten wir immer Anspielstationen. So wollen wir Fußball spielen. Das klappt nicht immer und wir hatten an diesem Sonntag mit Tecklenburg 2 einen Gegner der gar nicht mit uns klarkam. Auch bekamen wir fast jeden zweiten Ball. ALLE haben ein starkes Spiel gemacht. Es wäre nicht gerecht, jemanden hervorzuheben. Auch unsere Spieler, die von Außen nachgerückt sind, waren sofort bei 100 %. Wir können auf den Auftritt heute stolz sein und müssen das nun kommenden Sonntag gegen Hopsten 2 bestätigen.